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Forschungsförderung in Baden-Württemberg stark nachgefragt

 

Die Innovationsanstrengungen von kleinen und mittleren Unternehmen zu unterstützen ist das Ziel der Förderung von Forschung und Entwicklung in Bund und Land. Besonders gut gelingt das in Baden-Württemberg.

 

ZIM - diese Abkürzung steht für das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand des Bundeswirtschaftsministeriums, mit dem seit dem 1. Juli 2008 und noch bis Ende 2013 die Innovationsbemühungen von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) unterstützt werden. Dies erfolgt durch eine Förderung von Kooperations- und Netz- werkprojekten und seit 2009 zusätzlich durch die Förderung von Einzelprojekten.

 

Beteiligung an ZIM noch bis Ende 2010 möglich

Im Rahmen des Konjunkturpakets II können sich Unternehmen mit bis zu tausend Mitarbeitern noch bis zum 31. Dezember 2010 an ZIM beteiligen. Eine einzelbetriebliche Förderung ist bis zu diesem Termin auch in den alten Bundesländern möglich.

 

Baden-Württemberg liegt bei ZIM vorn

Fast 20 Prozent der Zuschüsse für Personalkosten sind seit dem Start von ZIM nach Baden-Württemberg geflossen - das ist der höchste Anteil an Fördermitteln aus dem Förderprogramm. Sowohl von der Anzahl der geförderten Vorhaben als auch von der bewilligten Summe waren Unternehmen aus Baden-Württemberg die Spitzenreiter.
Zwischen dem 1. Juli 2008 und dem 31. März 2010 wurden bundesweit 6.626 Vorhaben mit insgesamt 842,7 Millionen Euro bezuschusst. Unternehmen aus Baden-Württemberg erhielten für 1.309 Vorhaben insgesamt 164,1 Millionen Euro Förderung. Aber auch Unternehmen aus der Region haben vom Konjunkturprogramm der Bundesregierung profitiert. Zusammen erhielten Mitgliedsbetriebe der IHK Bodensee-Oberschwaben und der IHK Ulm für 171 durchgeführte Projekte 20,4 Millionen Euro.

 

Innovationsgutscheine verringern das Risiko

Zu dieser überdurchschnittlichen Beteiligung von baden-württembergischen Unternehmen an ZIM haben zum einen die intensiven und zahlreichen Beratungen der Industrie- und Handelskammern beigetragen, zum anderen aber auch die Innovationsgutscheine für KMU des Wirtschaftsministeriums in Stuttgart. Mit diesen Gutscheinen haben kleine und mittlere Unternehmen die Möglichkeit, für ihre Vorhaben im Bereich Forschung und Entwicklung - kurz FuE - von einem Forschungsinstitut eine wissenschaftliche Ausarbeitung wie etwa eine Machbarkeitsstudie durchführen zu lassen. So können sie das Marktrisiko und/ oder das Technikrisiko verringern, denn Innovationen beinhalten stets beide Risiken.
Wichtig bei allen Förderungen ist, dass ein Teil der gesamten Aufwendungen des Vorhabens selbst finanziert werden muss. Beim ZIM-Programm liegt dieser Prozentsatz abhängig von Vorhabensart, Unternehmensgröße und Unternehmenssitz zwischen 50 und 75 Prozent. Eine durchgängige technische und wirtschaftliche Projektplanung ist deshalb Voraussetzung für eine Förderung. Doch FuE-Förderung lohnt sich: Erste Erfahrungen zeigen, dass jeder Förder-Euro nach drei Jahren 12 Euro Umsatz generiert und dass im Durchschnitt pro Vorhaben fünf Arbeitsplätze geschaffen werden und zehn Arbeitsplätze erhalten bleiben.

 

Diamanten fräsen Straßenbeläge

Die Neher Dia GmbH in Ostrach fertigt diamantbesetzte Werkzeuge in höchster Präzision für die Bearbeitung von Komponenten und Bauteilen im Maschinen- und Fahrzeugbau. Jetzt haben Firmengründer Fritz Neher und sein Sohn Gerd, Geschäftsführer der Street Cut GmbH, ein Verfahren zur Optimierung von Asphalt- und Betonschichtdecken entwickelt. Unter wissenschaftlicher Begleitung durch das Institut für Straßenbau der Universität Stuttgart wurde damit das komplette Autobahnkreuz Stuttgart A8/A81 mit diesen Werkzeugen bearbeitet. Die wissenschaftlich fundierten Ergebnisse des Feldversuchs lassen die Vorteile des neuen Verfahrens erkennen: Erhöhung der Standzeit und Verfahrgeschwindigkeit gegenüber herkömmlichen Verfahren um den Faktor 5, Steigerung der Griffigkeit der Straßenoberfläche um 60 Prozent und keine nennenswerte Erhöhung der Abrollgeräusche. Durch die enorme Verbesserung der Bremswirkung im Bereich des Autobahnkreuzes verringerte sich auch die Zahl der Unfälle. Stimuliert und finanziell bezuschusst wurde die Kooperation zwischen dem mittelständischen Unternehmen und der Universität Stuttgart über die Innovationsgutscheine aus dem Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg.

 

Fahrerloses Transportsystem

Mit einer kapazitiven Energieversorgung, einem Energiemanagementsystem und einer gewichtsoptimierten Konstruktion ist ein neuartiges Fahrerloses Transport-System (FTS) der S-Elektronik GmbH aus Wangen ausgestattet. Ein Fahrerloses Transport-Fahrzeug (FTF) kann damit rund um die Uhr und auf flexiblen Fahrstecken betrieben werden. Entwickelt und als Prototyp gebaut wurde das FTS im Rahmen eines ZIM-Kooperationsprojektes der Firma S-Elektronik mit der Artur Bär Maschinenbau GmbH in Gemmingen. S-Elektronik hat für das FTF ein Schnell-Ladekonzept verbunden mit kapazitiver Energiespeicherung entwickelt: Die Aufladung des als Energiespeicher dienenden Kondensators erfolgt nach dem Andocken an eine Ladestation innerhalb von 30 Sekunden und reicht für den nächsten Umlauf. In einer größeren Anlage mit 20 FTF konnte zwischenzeitlich die Industrietauglichkeit des neuen FTS erprobt und nachgewiesen werden. Nach erfolgreichem Abschluss des ZIM-Förderprojektes wurden zwischenzeitlich einige Serientypen des FTF ausgeliefert; für weitere 15 Systeme liegen Bestellungen vor.

 

Laser-Schärf-Maschine für ultraharte Werkzeugschneiden

Werkzeuge mit ultraharten Schneidwerkstoffen sind in der Bearbeitung moderner Materialien wie Leichtmetall-Legierungen, Metallmatrixverbunde, Keramiken, Mineralien, Beton, Kohlenfaserverbundwerkstoffe und gehärtete Stähle nicht mehr wegzudenken. Als sinnvolle Bearbeitungsverfahren für die wertvollen, ultraharten Schneidwerkstoffe stehen derzeit die Erodier- und Schleifbearbeitung zur Verfügung. In den letzten Jahren rückte die Schlüsseltechnologie Laserbearbeitung als mögliches drittes innovatives Verfahren in den Fokus der Forschung, der Werkzeugindustrie und des Maschinenbaus.
Auch die Firma Vollmer Werke Maschinenfabrik GmbH aus Biberach befasst sich seit über zehn Jahren mit der Schlüsseltechnologie Laser. Ihr Ziel ist es, ein speziell für die ultraharten Schneidwerkstoffe geeignetes zukunftsorientiertes Laserbearbeitungsverfahren und eine daraus resultierende markttaugliche Laser-Schärf-Maschine zu entwickeln. Dieses Vorhaben ist auch für das Bundeswirtschaftministerium so zukunftsweisend, dass es mit Mitteln aus dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand unterstützt wird.

 



 

Fördergeber: Bundeswirtschaftsministerium Ziel: Steigerung der Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen Laufzeit: 2008 bis 2013
Förderart: Zuschuss bis 50 Prozent zu Entwicklungskosten oder maximal 175.000 Euro Vorhaben: FuE-Projekte bis Prototyp, Kooperationsprojekte (bis 2013),
Einzelprojekte in den alten Bundesländern (bis Ende 2010)
Berechtigte: KMU bis 250 Beschäftigte (bis 2013), größere Unternehmen bis zu tausend Beschäftigte (bis Ende 2010)

 

Info: www.zim-bmwi.de

 



 

Fördergeber: Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg Ziel: Verbesserung von Planung und Umsetzung neuer Produkte Laufzeit: 2008 bis 2011
Förderart: Zuschuss von 50 bis 80 Prozent der Kosten oder maximal 5.000 Euro Vorhaben: Wissenschaftliche Tätigkeit im Vorfeld oder umsetzungsorientierte Tätigkeiten von FuE-Einrichtungen Berechtigte: KMU bis 100 Beschäftigte

 

Info: www.innovationsgutscheine.de

 


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